Schulter-Endoprothese

 

Bei zunehmender Arthrose (Verschleiß) des Schultergelenkes und Versagen der konservativen Behandlung bleibt nur der künstliche Gelenkersatz. Waren noch vor Jahren die Ergebnisse des Gelenkersatzes nicht zufriedenstellend, sind heute bei richtiger Indikationsstellung und ausgefeilter OP-Technik sehr gute Resultate zu erzielen. 

 

Es werden grundsätzlich 2 Arten von Gelenkersatz unterschieden.

 

Anatomische und Inverse Endoprothesen

 

Die klassische (anatomische) Prothese

übernimmt die anatomischen Vorgaben.  Der verschlissene Kopf des Oberarmes wird entfernt und durch einem Metallkopf ersetzt, der an einem Metallschaft fixiert im Oberarm verankert wird.

Wurde früher nur der Oberarmkopf ersetzt, hat sich heute auch der zusätzliche Ersatz der der Gelenkpfanne (Gleniods) durchgesetzt.    

 

anatomische Teilendoprothese (Quelle: Zimmer GmbH Germany)


anatomische Totalendoprothese (Quelle: Zimmer GmbH Germany)


 

anatomische Totalendoprothese

 

Für den Einsatz dieser anatomischen Prothese ist eine ausreichender und stabiler Band-, Sehnen- und Muskelapparat notwendig.  

 

Ist die Rotatornemanschette nicht mehr ausreichend, ist der Einbau einer anatomischen Prothese nicht lange erfolgreich.  

Der Prothesnkkopf kann nicht ausreichend in der Gelenkpfanne zentriert werden und er wandert meist nach oben aus. Erneute Beschwerden sind vorprogrammiert.  

 

 

 

Die inverse Prothese 

 

Inverse Totalendoprothese (Quelle: Zimmer GmbH Germany)

 

Dabei wird, anders als bei den herkömmlichen Schultertotalendoprothesen, der Prothesenkopf an der Gelenkpfanne verankert.  

Diese inverse Endoprothese ist für die Gelenkbewegung nicht auf die Rotatorenmanschette angewiesen.  

Durch die Änderung der anatomischen Vorgaben kommt es zu einer Verlagerung des Dreh-/Rotationszentrums und einer Vordehnung des oberflächlichen Deltamuskels.  

Die fehlende Kraftentwicklung der geschädigten Rotatorenmanschette wird ausgeglichen und der Arm kann wieder angehoben und abgespreizt werden.

 

inverse Endoprothese

 

Diese inverse Endoprothese kommt zumeist bei Patienten ab 65 Jahren zum Einsatz.  

Allerdings sind hier grundsätzlich eine unversehrte Deltamuskulatur und eine gute Knochensubstanz zur stabilen Verankerung des Endoprothesenkopfes in der Schulterpfanne unerlässlich.