Gelenkersatz am künstlichen Sprunggelenk (OSG-Endoprothese)

 

Die fortschgeschrittene Arthrose des Sprungelenkes wird auch heute noch in erster Linie durch eine Versteifungsoperation behandelt. Damit verbunden ist eine deutliche Bewegungeinschränkung. Das natürliche Gangbild ist durch die Versteifung nicht mehr erhalten. Der geänderte Bewegungsablauf führt zu einer Überbelastung der benachbarten Gelenke (Knie- und Hüftgelenke, die Fußgelenke und das untere Sprunggelenk).

Trotz dieser deutlichen Nachteile erscheint vielen die Versteifungsoperation als Methode der Wahl. Während Knie- und Hüftprothesen seit über 40 Jahren zum medizinischen Alltag gehören, waren die Resultate bei Sprunggelenksprothesen nicht so stabil.

Dem schwedischen Endoprothesenregister zufolge halten OSG-Prothesen, die zwischen 1993 und 2005 eingesetzt wurden, bei 78 Prozent der Patienten mindestens fünf Jahre und bei 62 Prozent mindestens zehn Jahre. Die Revisionsrate betrug 19 Prozent innerhalb der ersten fünf Jahre.

VERSCHIEDENE SPRUNGGELENKSPROTHESEN-MODELLE: a) BÜCHELPAPPAS, b) SALTO, c) ESKA , d) HINTEGRA , e) S.T.A.R. (QUELLE: WWW.OZAM.DE).

 

 

Durch enorme Fortschritte bei den Materialien und dem Prothesendesign sowie in der Operationsmethode hat sich die Situation bei den Sprunggelenksprothesen aber in den vergangenen Jahren zu Gunsten der Patienten geändert.  

Heute kann mit längeren Standzeiten (fünf Jahre bei 80 bis 90 Prozent) gerechnet werden.