ACP (= Autologous Conditioned Plasma) - Therapie   

 

Autologes Konditioniertes Plasma (ACP) ist ein neues Verfahren, bei dem Blutplättchen und Wachstumsfaktoren in einer Plasmaschicht angereichert werden, die von den weißen und roten Blutkörperchen getrennt wurde. Blutplättchen werden außerhalb des Blutkreislaufs aktiviert und setzten Eiweiße frei. Von diesen Wachstumsfaktoren ist bekannt, dass sie für die Heilung wichtig sind. 

 

Im Blut sind relevante Wachstumsfaktoren wie IGF-1, EGF oder VEGF enthalten, die durch  Zentrifugieren konzentriert werden. Diese Wachstumsfaktoren werden dann direkt in die verletzte Stelle injiziert und sorgen dafür, dass der Heilungsprozess eingeleitet und beschleunigt wird. Nebenwirkungen wurden dabei bisher keine beobachtet; allergische Reaktionen sind ebenfalls nicht zu erwarten, da ja lediglich körpereigene Substanzen gespritzt werden.

 

ACP Patienteninformation zum Ausdrucken
ACP_Patienteninformation_Word_Gelenkzentrum_Bruehl.pdf (120.16KB)
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Die ACP-Behandlung ist kein Doping

Sie steht nicht auf der Liste verbotener Maßnahmen oder Substanzen der WADA.

Obwohl Eigenblut oder IGF-1 zunächst vielleicht bedenklich klingen mag, wird lediglich eine geringe Blutmenge abgenommen und umgehend wieder injiziert. Dabei geht es nicht darum, die Blutmenge zu erhöhen oder eine künstliche Verabreichung oder Steigerung der Wachstumsfaktorenmenge zu erzielen.  

Die Behandlung ist daher für Profi- und Breitensportler unbedenklich.

 

Die ACP-Eigenblut-Therapie ist eine so genannte Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) und wird derzeit nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.  

Private Krankenkassen übernehmen auf Anfrage häufig die Kosten. 

 

Indikationen

  • Frische Muskelfaserrisse
  • Rupturen und Teilrupturen von Bändern (z.B. Außenband vom Sprunggelenk)
  • Chronische Sehnenentzündungen (z.B. Tennis-Ellenbogen, Achillessehne, Patellaesehnen)

 

Therapieablauf


Dem Patienten wird ähnlich wie für eine normale Blutuntersuchung ein wenig Blut entnommen. Dann wird das Doppelspritzensystem in eine Zentrifuge gelegt und 5 Minuten lang zentrifugiert, sodass sich die Blutplättchen und Wachstumsfaktoren in der von den anderen Blutkomponenten separierten Plasmaschicht anreichern.


Nach Abschluss der Zentrifugation wird die Doppelspritze entnommen. Dann wird die gelbe Plasmaschicht gewonnen, indem man die Flüssigkeit von der großen in die kleine Spritze überführt.  So kann nach knapp 10 Minuten die Spritzenbehandlung beginnen.