Arthrosebehandlung


Der Begriff Arthrose bezeichnet einen „Gelenkverschleiß“, der das altersübliche Maß übersteigt.

Ursächlich werden ein Übermaß an Belastung, angeborene oder unfallbedingte Ursachen, sowie Fehlstellungen der Gelenke, oder auch knöcherner Deformierung durch Knochenerkrankungen wie Osteoporose gesehen. 

Die Arthrose kann ebenfalls als Folge einer anderen Erkrankung, wie beispielsweise einer Gelenkentzündung (Arthritis) entstehen und, oder mit überlastungsbedingter Ergussbildung einhergehen.

Grundsätzlich können alle Gelenke von arthrotischen Veränderungen betroffen werden.

Die Therapie der Arthrose verfolgt zwei Ziele:

  • Schmerzfreiheit unter üblicher Belastung und
  • die Verhinderung mechanischer Einschränkungen oder Veränderungen eines Gelenkes.

Die Behandlung mit entzündungshemmenden Medikamenten und physikalischer Therapie kann den Krankheitsverlauf verzögern.  

Knorpelschützende Substanzen (Hyaloronsäure, Glucosamine, etc.) können oral eingenommen oder besser gezielt in das Gelenk gespritzt werden. Oft kann es damit gelingen, die Beschwerden zu lindern oder gar zum Verschwinden zu bringen.  

Die RSO (Radio-Synovio-Orthese) führt über eine Injektion einer radioaktiven Substanz (nur in Nuklearmedizinischen Abteilungen) in das Gelenk zu einer Verschorfung der Gelenkinnenhaut.  

Damit wird einerseits die Schleimhautoberfläche, aus der Entzündungszellen austreten, verschorft, und andererseits werden schmerzende Nervenendigungen abgeschaltet.

Durch eine operative Änderung der Belastungsachsen (z.B.:Schienbeinachsenumstellung bei dem innenseitige Kniegelenkverschleiß) kann der fortschreitende Gelenkverschleiß aufgehalten oder verlangsamt werden.  

Die Entfernung der Gelenkschleimhaut kann z. B. in Fingergelenken eine Linderung schaffen.

Die Gelenkversteifung oder besser der künstliche Gelenkersatz stehen am Ende der Therapie, führen aber immer zu einer raschen Beschwerdefreiheit.