Stoßwellentherapie


Stoßwellen sind energiereiche Schallwellen, die mit einem speziellen Gerät erzeugt werden und über ein Kontaktgel auf die zu behandelnde Körperstelle übertragen werden.  

Stoßwellen setzen mechanische Reize im Gewebe frei, die zu Veränderungen im Zellmetabolismus führen und eine verbesserte Durchblutung bewirken.  

Verkalkungen können aufgelöst und abgenutzte Gewebsanteile neu belebt  werden. Dies läßt die Beschwerden in den allermeisten Fällen abklingen. Im Gelenkzentrum Brühl wird die fokussierte Stoßwellentherapie eingesetzt. Durch die Fokussierung von hochenergetischen Stoßwellen wird die maximale Energie im Zielgebiet gebündelt.  

Die Eindringtiefe und die Größe des Zielgebietes lassen sich verändern und können somit genau den unterschiedlichen Erkrankungen und Körperregionen angepasst werden.  

 

Welche Erkrankungen können mit der fokussierten Stoßwelle behandelt werden? 

  • Tendinitis calcarea der Schulter (sog. Kalkschulter)
  • Epicondylitis (sog. Tennisarm/Golferellenbogen)
  • Tendinitis der Patellarsehne (schmerzhafte Reizung der Patellarsehne)
  • Achillodynie, Tendinitis der Achillessehne (schmerzhafte Reizung der Achillessehne)
  • Plantarfasziitis, Fersensporn (Entzündung im Ansatzbereich der Sehnen der Fusssohle am Fersenbein)
  • Pseudarthrosen (verzögerte oder ausbleibende Heilung von Knochen)
  • Triggerpunktbehandlung

Wie läuft die Behandlung mit der fokussierten Stoßwelle ab?

Für die Behandlung benutzen wir ein spezielles Piezo-Wave Gerät, hier werden die Stoßwellen piezoelektrisch erzeugt.  

Nach Auftragen des Kontaktgels wird der Therapiekopf aufgesetzt und das Behandlungsareal mit Stoßwellen „beschossen“.  

Hierbei werden je nach Erkrankung und Körperregion 2000-4000 Impulse abgegeben. Deren Stärke läßt sich während der Behandlung individuell anpassen.   

 

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Nach der Behandlung mit der fokussierten Stoßwelle kann es zu einer Rötung und einer leichten Überwärmung im therapierten Bereich kommen.  

Auch leichte Schwellungen sind in einzelnen Fällen möglich.   

Kühlen mit Eis- oder Kältebeuteln schafft hier schnelle Abhilfe.  

Sollten die Schmerzen nach der Behandlung kurzfristig zunehmen, können vorübergehend Schmerzmittel eingenommen werden.

 

Die Erfolgsaussichten der fokussierten Stoßwellentherapie

Bei den meisten Patienten tritt nach einigen Wochen eine Besserung der Beschwerden ein. Eine erste Nachuntersuchung erfolgt 6 Wochen nach Ende der Behandlung.  

Sind die Beschwerden nach der Erstbehandlung gelindert, aber noch nicht vollständig geheilt, so kann eine zweite, in seltenen Fällen auch eine dritte Behandlung angeschlossen werden.  

Insgesamt liegt die Erfolgsrate nach fokussierter Stoßwellentherapie bei 65 bis 80%, je nach Erkrankung.  

Bei einigen Patienten kommt es zwar zu einer Verringerung der Beschwerden, aber es tritt keine völlige Beschwerdefreiheit ein.  

Einige wenige Patienten sprechen gar nicht auf die Behandlung an.

 

Wann wird die fokussierte Stoßwellentherapie nicht angewendet?

  • Bei akuten schweren Entzündungen im Behandlungsgebiet
  • Bei bösartigen Veränderungen (Tumoren) im Behandlungsgebiet
  • Bei Schwangerschaft
  • Bei Patienten mit Herzschrittmacher
  • Bei Marcumareinnahme