Das plant die Regierung: Weniger Arztpraxen, schlechtere medizinische Betreuung

Liebe Patientin, lieber Patient,

 

im Gesundheitswesen würde vieles bergab gehen, wenn Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe sein neues „Versorgungsstärkungsgesetz“ durchsetzt. Denn in Wahrheit ist es ein Versorgungsschwächungsgesetz. Gestärkt werden nur die Interessen von Kranken- kassen und Industrie. Die medizinische Betreuung der Bevölkerung hingegen wird sich verschlechtern. Wir erklären Ihnen, warum:

􏰀

-   Ob es Ihre Arztpraxis in ein paar Monaten oder Jahren noch geben wird, ist ungewiss. Denn in Deutschland sollen laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung bis zu 25.000 Praxen von Haus- und Fachärzten abgeschafft werden, vor allem in den Städten.

 

-            Müssen Sie heute schon länger auf einen Termin beim Facharzt warten, also etwa beim Frauen-, Hals-Nasen-Ohren- oder Augenarzt, werden Sie künftig noch länger warten. Auch wenn die Politiker das Gegenteil versprechen. Wenn man Arztpraxen schließt, kann man nicht gleichzeitig Wartezeiten verkürzen. Da helfen auch die geplanten Terminservicestellen nicht – wo kein Arzt ist, gibt es keinen Termin.

􏰀

-   Es sollen mehr Medizinische Versorgungszentren in der Hand von großen privaten Klinikkonzernen entstehen. Was meinen Sie, welche Medizin Sie dort bekommen? Industriemedizin! Denn als Patient sind Sie dann Renditeobjekt. Es hat sich bereits gezeigt, dass Medizinische Versorgungszentren in Konzernhand nicht annähernd gleich gute ärztliche Behandlung anbieten wie die freien Arztpraxen.

􏰀

-   Wenn Sie auf dem Land wohnen, bekommen Sie künftig möglicherweise häufig gar keinen Arzt mehr zu Gesicht, sondern werden per Telemedizin aus der Ferne „behandelt“.

Protestieren Sie mit uns Ärzten gegen die drohende Verschlechterung Ihrer ärztlichen Versorgung! Der geplante Abbau Ihrer Behandlungsmöglichkeiten muss verhindert werden.

Wir bitten Sie um Ihre Unterschrift.  Kommen Sie in unserer Praxis oder FragenSie Ihren Arzt.

Patienteninformation und Unterschriftenliste stehen auch zum Download unter: www.freie-aerzteschaft.de