Osteoporose 

 

Die Osteoporose zählt zu den häufigsten Stoffwechselerkrankungen des Knochens. Es handelt sich um eine Verminderung von Knochengewebe zunächst ohne Veränderung der Gesamtform. Entweder wird zu wenig Knochen neu gebildet, oder der Knochen wird vermehrt abgebaut.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO zählt die Osteoporose zu den wichtigsten Erkrankungen. Die Zahl der Betroffenen wird sich nach heutigen Voraussagen in den nächsten 20 Jahren verdoppeln. Experten schätzen, dass in Deutschland derzeit knapp acht Millionen Menschen an Osteoporose erkrankt sind. Die Gründe für die steigenden Zahlen sind neben einer immer höheren Lebenserwartung auch Gewohnheiten, die nicht einem gesunden, knochenstärkenden Lebensstil entsprechen.

Sie betrifft vor allem Frauen in und nach der Menopause (nach den Wechseljahren). Sie tritt aber immer häufiger auch bei Männern auf.

Durch diese Störung des Gleichgewichtes zwischen Knochenneubildung und Knochenabbau kann es zu einer Verminderung der mechanischen Belastbarkeit des Knochens kommen.

 

Symptome 

Zu Beginn der Erkrankung verläuft der Knochenabbau noch unbemerkt, da es zumeist keine körperlichen Anzeichen dafür gibt und das Wohlbefinden des Osteoporosepatienten noch nicht beeinträchtigt ist. Häufig wird die Erkrankung erst im späten Stadium entdeckt, wenn ein Knochen bricht.

Erst die Knochenbrüche verursachen starke Schmerzen und schränken die Bewegungsfähigkeit der Patienten stark ein. Mangelnde Bewegung führt wiederum zu Muskelschwäche und Kreislaufproblemen, so dass sich der Gesundheitszustand und das Allgemeinbefinden des Osteoporosepatienten immer weiter verschlechtern.

Brüche treten vor allem an den Wirbelkörpern, aber auch an der Hüfte, am Oberschenkelhals und an den Unterarmen auf. Bereits das Heben kleinerer Lasten oder das Abrutschen von einer Treppenstufe kann im vorgerückten Krankheitsstadium zu Wirbelkörperbrüchen führen.

 

Therapie

Findet sich eine leicht verringerte Knochensubstanz (Osteopenie), wird eine Therapie eingeleitet mit sportlicher Betätigung, zusätzlicher Gabe von Calcium und Vitamin D3 sowie diätischen Maßnahmen. Der Mineralstoff Calcium ist mitverantwortlich für die Festigkeit unserer Knochen, wobei der tägliche Bedarf bei 1000 mg (nach den Wechseljahren bei 1500 mg) liegt.

Wichtigste Calciumlieferanten sind Milch und Milchprodukte wie Joghurt, Buttermilch oder Käse. Aber auch grüne Gemüsesorten wie Grünkohl, Fenchel, Brokkoli und Lauch gelten als calciumreich. Man sollte beim Kauf des Mineralwassers auf die angegebenen Calciumwerte achten. Vitamin C und Milchzucker fördern die Calciumaufnahme in den Körper ebenso wie Vitamin D3, das sich beispielsweise reichlich in Fisch befindet: Seefisch ist gegenüber Süßwasserfisch der Vorzug zu geben. In der menschlichen Haut wird Vitamin D3 unter Sonneneinstrahlung gebildet, so daß häufiger Aufenthalt im Freien empohlen wird.

Training und Bewegung sollten unbedingt durchgeführt werden, da hierdurch der Knochenaufbau angekurbelt wird.

Bei Vorliegen einer in der Knochendichtemessung festgestellten Osteoporose kann zusätzlich eine medikamentöse Therapie mit der einmal wöchentlichen Einnahme eines sogenannten Bisphosphonats (z. B. Fosamax, Fosavance, Alendronat, etc.) zum Knochenaufbau eingeleitet werden. Wir orientieren uns hierbei an den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Osteologie.