Meniskus  (griechisch mēnískos = mondförmiger Körper)

 

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Der Meniskus ist eine halbmondförmige Faserknorpelscheibe. Als Außen- und Innenmeniskus liegen sie horizontal im Kniegelenk zwischen Ober- und Unterschenkel.  

Sie dienen dazu, die Kräfte vom Oberschenkelknochen auf den Schienbeinknochen im Unterschenkel zu übertragen. Durch die im Querschnitt bestehende Keilform passen sie den  runden Oberschenkelknochen dem flachen Unterschenkelknochen an, vergrößern die Kontaktfläche und erreichen damit eine deutlich verbesserte Druckverteilung. Der Meniskus fungiert durch seine Elastizität als natürlicher Stoßdämpfer und durch seine stabile Fixierung auch als Stabilisator. 

Arthroskopische Sicht auf einen gesunden 45jährigen Außenmeniskus

Er hat auch die Aufgabe, die Verteilung der Gelenkflüssigkeit im Knie sicher zu stellen.

 

 

Meniskusriß/Meniskusschaden

 

Schäden am Meniskus können langfristig negative Folgen haben.

Neben Knieschmerzen und Bewegungseinschränkungen führen Sie unbehandelt zu vorzeitigen Gelenkverschleiß.  

Die Unterscheidung der Meniskusschäden von anderen Kniebeschwerden gelingt insbesondere durch bildgebende Diagnostikverfahren. Mit Röntgenaufnahmen kann der Verschleiß des Knorpels im Knie sichtbar gemacht werden. Die Magnetresonanztomographie (MRT) erlaubt eine Beurteilung von Art der Erkrankung und dem Umfang einer möglichen Meniskusläsion (-schädigung).   

 

 

unterschiedliche Meniskusrißformen


Arthroskopiebefund eines Längsrisses = I


Arthroskopiebefund eines degenerativen Radiar-/Lappenrisses = II


Arthroskopiebefund eines degenerativen Horizontalrisses = IV


 

Nach der Diagnosestellung muß individuell auf die Bedürfnisse des Patienten eingegangen werden. Nach Erörtern der unterschiedlichen Behandlungsmethoden sollte dann gemeinsam mit Ihrem behandelnden Arzt die Therapie eingeleitet werden.

 

Arthroskopiebefund eines Innenmeniskuslängsrisses

Meniskusquetschungen, Meniskusanrisse oder unvollständige Risse können konservativ behandelt werden. 

Im akuten Stadium kann durch Kühlung, Ruhigstellung des Knies, schmerzlindernde bzw. entzündungshemmende Medikamente sowie stützende Bandagen Linderung verschafft werden.

Bei fortgeschrittener Schädigung ist eine operative Therapie empfehlenswert, um Folgeschäden wie der Kniegelenksarthrose vorzubeugen.

Ziel jeder operativen Therapie von Meniskusschädigungen ist es den Meniskus zu erhalten bzw. möglichst wenig Meniskusgewebe zu entfernen.  

 

Bedingt durch die mit dem zunehmenden Alter, abnehmende Gewebequalität oder die Form der Schädigung ist leider ein Erhalt häufig nicht vielversprechend. Die teilweise Entfernung (soviel wie nötig und sowenig wie möglich) ist dann die einzige Alternative. Weniger Meniskus ist besser als ein defekter Meniskus.  

 

Arthroskopische Meniskusnaht im Kniekehlenbereich mit speziellem Nahtinstrument.


Arthroskopische Meniskusnaht im Kniekehlenbereich mit speziellem Nahtinstrument. 2. Naht.


Arthroskopische Meniskusnaht im Seitenbereich auf der Unterseite